Feuerverzinken

Feuerverzinken

Rundum-Schutz durch Feuerverzinken

Das Eintauchen von Stahlgütern in eine flüssige Zinkschmelze wird als Feuerverzinken bezeichnet. Feuerverzinken ist ein Verfahren, mit dem Stahl für Jahrzehnte wirkungsvoll vor Korrosion geschützt wird. 

Mit dem Eintauchen der vorgefertigten und gereinigten Werkstücke in das geschmolzene Zink bildet sich zwischen dem flüssigen Zink und dem Eisen im Stahl ein Überzug verschiedener Eisen-Zink-Legierungsschichten. Die Härte dieser Legierungsschichten liegt zum Teil deutlich höher als die bei normalen Baustählen. Feuerverzinken garantiert so eine hohe mechanische Belastbarkeit und einen optimalen Kantenschutz. 

Korrosionsschutz innen und außen: Auch Hohlräume oder unzugängliche Bereiche werden beim Feuerverzinken vor Korrosion geschützt. Witterungseinflüsse können der Qualität des Feuerverzinkens nichts anhaben. 

Fazit: Das Feuerverzinken ist ein extrem langlebiger, robuster und wartungsfreier Korrosionsschutz. Schutzzeiten von bis zu 50 Jahren sind keine Seltenheit. 


  • Verfahren

    Verfahren

    Beim Feuerverzinken in der flüssigen Zinkschmelze reagieren Stahl und Zink miteinander und bilden gemeinsame ...

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  • Duplex-System

    Duplex-System

    Das Pulverbeschichten nach dem Feuerverzinken sorgt für die gewünschte Farbigkeit von Stahlprodukten und bietet einen ...

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  • Tourendienste

    Tourendienste

    Ein besonderes Angebot ist unser Transportservice für Verzinkungsware. Mit unserem eigenen Fuhrpark beliefern wir unsere Kunden ...

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Feuerverzinkung in Ihrer Nähe

Seit 1963 betreiben wir als Dienstleister eine Feuerverzinkerei. Durch ein spezielles Tauchverfahren in ca. 450° C heißem Zink erhalten Stahlteile einen langlebigen Korrosionsschutz von außen und bei Hohlkörpern auch von innen. 

Von der Stahlkonstruktion über Breitflanschträger, filigrane Kunstschmiedearbeiten bis hin zur Schraube – durch Feuerverzinken erhalten alle Werkstücke den optimalen Korrosionsschutz. 

Auch sperrige Güter stellen für uns kein Problem, sondern vielmehr eine Herausforderung dar. In unserem modernen Verzinkungskessel mit den Innenmaßen von 8400 x 1600 x 3000 mm (L x B x H) findet (fast) jedes Verzinkungsgut Platz.
Bei Abmessungen im Grenzbereich bitten wir um vorherige Rücksprache mit einem unserer Ansprechpartner.

Ein wesentliches Qualitätskriterium für die Güte des Feuerverzinkens ist der in µm gemessene Zinküberzug. Die Norm DIN EN ISO 1461 über das sogenannte Stückverzinken definiert die übliche Dicke des Überzuges.

Mit Hilfe des Duplex-Verfahrens besteht die Möglichkeit, Stahlprodukte nach der Feuerverzinkung in einem weiteren Arbeitsschritt mit individuell wählbaren, farbigen Pulverbeschichtungen zu versehen und damit den Korrosionsschutz zu verlängern.

Individuellen Farbwünschen sind kaum Grenzen gesetzt.

Sie haben Fragen zum Thema Feuerverzinkung?

Rufen Sie mich an! +49 5258 5000-32

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Ihr Ansprechpartner

Walter Koch
Betriebsleiter

 
 
 

Anforderungen an Planung, Konstruktion und Herstellung

Das Feuerverzinken von tragenden Stahl- und Metallbauelementen, welche gemäß Normenreihe DIN 18800, DIN EN 1993 und DIN EN 1090-2 dimensioniert und vorgefertigt bzw. hergestellt wurden, unterliegt generell der DASt-Richtlinie 022 des Deutschen Ausschusses für Stahlbau (DASt). Das Regelwerk wurde 2009 ins Leben gerufen und liegt seit Juni 2016 in überarbeiteter Form vor. Die Richtlinie ist auf das Feuerverzinken aller Bauwerke, für die ein Nachweis der Standsicherheit beizubringen ist - also sämtliche tragenden Stahlkonstruktionen - anzuwenden. Aber auch bei nichttragenden Elementen aus schwerem Stahl sowie bei Treppen, Geländern, Balkonen und Unterständen sind beim Feuerverzinken die Vorgaben der DASt-Richtlinie 022 einzuhalten.

In der Planungsphase ist anforderungsgemäß sicherzustellen, dass die betreffenden Bauteile für eine Feuerverzinkung geeignet sind, Konstruktion und Herstellung der Werkstücke sind daher anhand tabellarischer Vorgaben detailliert zu planen. 

In einem Klassifizierungsprozess werden die Stahlbauelemente anhand vorhandener Konstruktionsspezifika in eine von drei Vertrauensstufen eingeteilt, woraus sich der Umfang des Prüfverfahrens nach dem Feuerverzinken ableitet. Gemäß den Vorgaben der DASt-Richtlinie 022 sind alle für die Durchführung des Verzinkungsvorgangs relevanten Informationen in einer Bestellspezifikation gemeinsam mit eventuell zusätzlich zu berücksichtigenden Aspekten schriftlich festzuhalten und dem beauftragten Feuerverzinkungs-Betrieb zu übergeben. Dies dient als Nachweis der Einhaltung aller Vorgaben der DASt-Richtlinie 022.


Anforderungen an das Feuerverzinken

Neben planungs-, konstruktions- und fertigungsbezogenen Bestimmungen sieht die DASt-Richtlinie 022 auch Anforderungen an den Feuerverzinkungsprozess selbst sowie an damit zusammenhängende Prüfverfahren vor. Prozessbezogene Vorgaben enthalten Anweisungen zur Definition relevanter Parameter und zwar sowohl hinsichtlich der Vorbehandlung der zu verzinkenden Bauteile als auch den Verzinkungsprozess selbst betreffend. 

Anforderungen an die Durchführung der Resultatsprüfung sehen unter anderem eine gewissenhafte visuelle Kontrolle der verzinkten Bauteile vor. Sind gemäß DASt-Richtlinie 022 zerstörungsfreie Prüfungen von Bauteilen vorgesehen, können diese entweder durch qualifiziertes Prüfpersonal des Feuerverzinkungsunternehmens oder durch ein externes Prüflabor durchgeführt werden. Im Rahmen von werkseigenen Fertigungskontrollen sind schließlich alle für den Verzinkungsprozess relevanten Parameter sowie sämtliche Prüfergebnisse zu dokumentieren.

Anlässlich der Aufnahme der DASt-Richtlinie 022 in die Bauregelliste des Deutschen Institutes für Bautechnik wurde eine fortlaufende Überprüfung der Konformität des Regelwerks mit anzuwendenden technischen Bestimmungen unter Anwendung des Übereinstimmungsverfahrens "ÜZ" vereinbart. Daher haben Feuerverzinkungsbetriebe ihre werksinterne Produktionskontrolle sowie alle verzinkungsrelevanten Prozessschritte regelmäßig externen Kontrollen zu unterziehen.

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Die DAST-Richtlinie 022

Zielsetzungen und Auswirkungen der neuen DASt-Richtlinie 022

Mit der neuen Richtlinie wurde ein umfassendes Regularium geschaffen, welches der Qualitätssicherung von feuerverzinkten Produkten des Bauwesens dient. Das Kompendium enthält detaillierte Anforderungen an alle an der Produktionskette beteiligten Gewerke, Branchen und Unternehmen - vom Konstruktionsbüro über die Fertigung des Stahl- und Metallbaus bis hin zu Feuerverzinkereien. Transparent aufgebaut und für den praktischen Einsatz konzipiert, bietet die DASt-Richtlinie 022 einfach und schnell umsetzbare Vorgaben, welche mittels Tabellen und Grafiken anschaulich visualisiert werden. Ferner trägt das Regelwerk dem Thema Sicherheit in umfassender Weise Rechnung. Die einzelnen Produktionsschritte von Bauteilen, welche für eine anschließende Feuerverzinkung vorgesehen sind, können optimal aufeinander abgestimmt sowie präzise gesteuert und überwacht werden.

Im Juni 2016 wurde eine überarbeitete Ausgabe der Richtlinie veröffentlicht, welche auf eine noch höhere Praxiskonformität und Anwenderfreundlichkeit abzielt.

Welche Änderungen brachte die Novellierung 2016?

Grundsätzlich wurde die DASt-Richtlinie 022 im Zuge der Überarbeitung mit den Vorgaben der Europäischen Norm (EN) 1090 harmonisiert. Schnittflächen sind nun unter Berücksichtigung der gemäß EN 1090 definierten maximalen Oberflächenhärte herzustellen.

Bei den Detail- und Konstruktionsklassen wurde der Werkstoff S500 in die Palette der zum Feuerverzinken zugelassenen Stahlvarianten, welche bislang die Werkstoffe S235, S275, S355, S420, S450, S460 umfasste, aufgenommen. Die DASt-Richtlinie 022 gilt für diese Werkstoffe gemäß DIN EN 10025 (Teile 1 bis 4) sowie für Stähle mit vergleichbaren Eigenschaften nach DIN EN 10210 sowie DIN EN 10219. Im Zuge der Überarbeitung wurde in den Detailklassen die Anzahl maßgeblicher Einzelheiten spürbar verringert. So wurde beispielsweise jene Bestimmung, welche lediglich einen maximalen Kaltumformgrad vor Verzinkung von unter 2 Prozent erlaubte, ersatzlos gestrichen. Nun sind bei der Kaltumformung nur noch die Mindestbiege-Radien gemäß DIN EN 10025 und DIN EN 10219 entsprechend der verwendeten Stahlsorte und Materialdicke zu beachten.

Auch zahlreiche Grundsätze der Konstruktion und Fertigung von zum Feuerverzinken vorgesehenen Bauteilen wurden vereinfacht und transparenter gestaltet. So kann nunmehr eine Verfahrensprüfung für Konstruktionen im Fachwerkbereich sowie für Vierendeelträger entfallen, da das Ausmaß der feuerverzinkungsbedingten Ausdehnung derartiger Bauteile auf rechnerische Weise ermittelt wird. 

Zudem entfällt die Verpflichtung zur Verfahrensprüfung für schlaggeschnittene Enden zubehörartiger Tragwerkbauteile, etwa Fußplatten oder Anschlussbleche. Durch die Ausarbeitung detaillierter Vorgaben ist nun auch das Feuerverzinken tragender Stahlbauelemente bei Temperaturen zwischen 530 und 620 Grad Celsius möglich.


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Feuerverzinken in unserem Verzinkungsbetrieb

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